"MÄNNER GEHEN ARBEITEN - FRAUEN KRIEGEN KINDER!"
So war es zu lesen. Mit Ausrufezeichen. In meinem Traum letzte Nacht. In diesem wurde mir diese zutiefst verabscheuungswürdige Aussage auf einem blau-weißen Aufkleber vors Gesicht gehalten. Was für ein Albtraum.
Wir alle wissen inzwischen, dass nicht nur Frauen Kinder bekommen. Auch Männer sollen gebären. Seit geraumer Zeit zumindest. Die menschliche Evolution hat anscheinend und irgendwie in den letzten Jahren diesen Sprung zur geschlechterübergreifenden Gebärfähigkeit vollbracht. Und daher, holterdiepolter, bekommen heute eben auch sich als solche definierende Männer Kinder. Frauen natürlich auch weiterhin. Und alles dazwischen. Denn, wie wir seit Jahren von studierten Leuten beigebracht bekommen, gibt es nicht allein nur zwei Geschlechter. Es soll, ich weiß nicht wie viele, ich habe nun mal nicht studiert, weitere geben, außer Frau und Mann. Doch zum Albtraum der letzten Nacht.
In diesem arbeitete ich in einem Bergwerk für Kohleabbau, das justament, gerade als ich ankam, auf dem Weg zur Kantine, in die Luft gesprengt wurde. Einfach so. Peng. Mit großem Knall, Getöse und viel dunklem Rauch in der Luft. Ähnlich wie modernste Kraftwerke in Deutschland zur Rettung des Klimas und der Welt im Allgemeinen. In die Wege geleitet und bejubelt, nicht allein von grünen Spitzenpolitikern. Pardon. Es muss, selbstverständlich, Politiker*innen heißen. Unabhängig vom Geschlecht. Sonst diskriminiere ich. Oder irgendwas in der Art. Es ist heutzutage eben schwierig geworden, sich ordnungsgemäß auszudrücken. Für einen alten, weißen Mann wie mich. Der, so gelesen, zu blöd für die bessere, neue Welt ist.
Bis morgen früh. So gegen sechs. Und schlaft recht gut.
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